{"id":808,"date":"2018-10-23T14:53:30","date_gmt":"2018-10-23T14:53:30","guid":{"rendered":"http:\/\/jesus-inside.de\/?p=808"},"modified":"2018-10-23T15:00:39","modified_gmt":"2018-10-23T15:00:39","slug":"die-vergessene-kunst-des-wartens-teil-i-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jesus-inside.de\/?p=808","title":{"rendered":"Erf\u00fcllt oder voll? Teil I"},"content":{"rendered":"<p>Wenn wir ehrlich sind, geht es uns oft so: Wir sind randvoll! Nicht unbedingt mit Bier oder Alkohol, sondern mit den t\u00e4glichen Dingen des Lebens.<br \/>\nIn Gespr\u00e4chen mit vielen Mitarbeitern in christlichen Gruppen und Gemeinschaften bin ich in letzter Zeit immer wieder auf ein Ph\u00e4nomen gesto\u00dfen: Die Klage \u00fcber das Lebensgef\u00fchl: \u201eIch bin randvoll, es ist mir zu viel, mir reicht es jetzt eigentlich!\u201c Kennt ihr das?<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Es beklagt sich keiner, dass er von allen m\u00f6glichen Dingen erf\u00fcllt ist, sondern voll! Wenn es euch noch nie so gegangen ist oder ihr den Eindruck habt, das ist kein Thema f\u00fcr Euch, dann k\u00f6nnt ihr die ihr euch getrost zum n\u00e4chsten Beitrag hier weiterclicken. Er ist nicht f\u00fcr Euch. Wenn ihr mit diesen Gef\u00fchlen aber schon Bekanntschaft gemacht habt, dann werdet ihr aus den folgenden Zeilen etwas f\u00fcr Euch mitnehmen.<br \/>\nIn Management- oder Leitersem<a href=\"http:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Erf\u00fcllt-oder-Voll.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-809 alignright\" src=\"http:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Erf\u00fcllt-oder-Voll-240x300.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Erf\u00fcllt-oder-Voll-240x300.jpg 240w, https:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Erf\u00fcllt-oder-Voll.jpg 422w\" sizes=\"(max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a>inaren bekommen wir nun beigebracht, das wir nur einen Teil unserer Zeit verplanen sollen, wir sollen einen Puffer haben. Wir sollen erst nachdenken und unsere Zeit planen und entsprechend einteilen, damit das Ph\u00e4nomen: \u201eIch bin randvoll\u201c uns nicht ereilt. Das ist sicherlich ein guter Ratschlag. In der Praxis mache ich aber die Erfahrung, dass dieser Tipp nur bei einem geringen Teil wirklich ankommt. Die meisten sind fr\u00fcher oder sp\u00e4ter \u2013 trotz guter Ratschl\u00e4ge \u2013 wieder randvoll. Was ist da los? Was f\u00fcr ein Virus hat uns da infiziert? Hier ein paar Beispiele aus meinen Begegnungen mit Menschen bez\u00fcglich dieses Ph\u00e4nomens &#8230;<\/p>\n<p>Wir sind zusammen im Vorstand eines christlichen Werkes und sind uns einig, dass es so nicht weitergehen kann. Wir wollen nicht mehr weiter Wert auf die ausufernden Aktivit\u00e4ten legen, sondern wir wollen mehr Freiraum haben, um untereinander und zu Gott tiefere Beziehungen zu pflegen.<br \/>\nAm Ende des Abends versuchen wir dann einen Termin f\u00fcr das n\u00e4chste Treffen zu finden. Dies stellt sich als der langwierigste und m\u00fchseligste Punkt des ganzen Abends heraus. Jeder ist \u201erandvoll\u201c und verteidigt auf seine Art und Weise \u201eseinen\u201c Terminkalender.<\/p>\n<p>In bin im Gespr\u00e4ch mit einem langj\u00e4hrigen Mitarbeiter eines christlichen Werkes, der sich \u00f6fters mit anderen Leitern zwecks gegenseitigem Austausch, Anregung und Ermutigung trifft. Doch diese Treffen sind f\u00fcr ihn mehr Last als Lust. Oft kommt er von diesen Treffen mehr deprimiert als erquickt nach Hause. Im weiteren Nachfragen mit ihm entdecke ich, das \u2013 wahrscheinlich mehr unbewusst \u2013 gegenseitiges Vergleichen oder Profilierung seine Wahrnehmung pr\u00e4gt und seine Gef\u00fchle dominieren. Er f\u00fchlt sich schlecht, was der oder die anderen alles auf die Beine stellen, aber dar\u00fcber kann er kaum mit jemand anders reden, weil er wei\u00df, dass es nicht richtig ist, diesen Gedanken weiter Raum zu geben.<\/p>\n<p>Ich bekomme einen Anruf von einer sich sorgenden Mutter. Das Treiben ihrer schon erwachsenen Kinder l\u00e4sst sie nicht zur Ruhe kommen. In der Begegnung mit ihnen wird auf wirklich wohlmeinende Weise versucht, sie intensiv in die \u201erichtige\u201c Richtung zu lenken. Aber das funktioniert nicht. Der Schlaf ist angegriffen. Die Kinder gehen auf Abstand. Die Ehe leidet. Die Seele leidet. Der K\u00f6rper leidet.<\/p>\n<p>Und so k\u00f6nnte ich noch viele Beispiele bringen. Bei allen dreien zieht sich beim n\u00e4heren Hinsehen ein Grundproblem durch, das mit einem Wort charakterisiert werden kann: <strong>Loslassen!<\/strong><br \/>\nWie schwer das f\u00e4llt! Wenn Gott uns etwas Neues schenken will, uns in neue Bereiche f\u00fchren will, uns neues Land schenken will, gibt es eine Grundvoraussetzung: <strong>Wir m\u00fcssen das Alte loslassen. Ohne das Loslassen des Alten gibt es keinen wirklichen Aufbruch in das Neue.<\/strong> In der Regel sind Loslassen und neu anfangen untrennbar miteinander verbunden. Beten wir nicht oft so: \u201eHerr, gib uns einen neuen Aufbruch! Schenke uns einen neuen Geist! Gib uns ein neues Herz f\u00fcr meinen Partner, gib uns eine neue Leidenschaft f\u00fcr Dich, lass in unserer Mitte etwas Neues aufbrechen, es kann doch so nicht weitergehen!\u201c<br \/>\nWenn wir so beten, wird Gott uns erh\u00f6ren. Und wenn Er uns dann anf\u00e4ngt, das Alte wegzunehmen, um f\u00fcr das Neue offen zu werden, reagieren wir mit Unverst\u00e4ndnis, Tr\u00e4gheit oder gar Rebellion. Dann bleibt erst mal alles beim Alten. Bis zu unseren n\u00e4chsten Gebeten\u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/jesus-inside.de\/?p=812&amp;preview=true\">Es geht weiter in Teil II: Erf\u00fcllt oder voll?<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir ehrlich sind, geht es uns oft so: Wir sind randvoll! Nicht unbedingt mit Bier oder Alkohol, sondern mit den t\u00e4glichen Dingen des Lebens. 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