{"id":771,"date":"2018-04-05T04:21:56","date_gmt":"2018-04-05T04:21:56","guid":{"rendered":"http:\/\/jesus-inside.de\/?p=771"},"modified":"2018-04-25T04:47:22","modified_gmt":"2018-04-25T04:47:22","slug":"unsere-grenzen-aergernis-oder-segen-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jesus-inside.de\/?p=771","title":{"rendered":"Unsere Grenzen \u2013 \u00c4rgernis oder Segen? Teil II"},"content":{"rendered":"<div>Es gab noch jemanden, der keine Grenze f\u00fcr sich wahrhaben wollte: Luzifer! Von ihm hei\u00dft es: \u201eDu aber gedachtest in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron \u00fcber die Sterne Gottes erh\u00f6hen \u2026 ich will auffahren \u00fcber die hohen Wolken und gleich sein dem Allerh\u00f6chsten.\u201c (Jes. 14,13+14)<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4>Grenzen und Glauben<\/h4>\n<div><a href=\"http:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Unsere-Grenzen-I.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-768 alignright\" src=\"http:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Unsere-Grenzen-I-300x194.jpg\" alt=\"\" width=\"554\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Unsere-Grenzen-I-300x194.jpg 300w, https:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Unsere-Grenzen-I.jpg 460w\" sizes=\"(max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><\/a>Wir alle wissen, dass dieses Ansinnen gescheitert ist, ja, dass ihm gl\u00fccklicherweise Grenzen gesetzt worden sind.<\/div>\n<div>Auch der Apostel Paulus musste erkennen: Es waren ihm Grenzen gesetzt. Sein Gebet wurde nicht erh\u00f6rt, als er Gott darum bat, eine Plage \u2013 was immer es auch war \u2013 von ihm zu nehmen (2. Kor. 12,8). Er erlebte beides: Grenz\u00fcberschreitende Erlebnisse, so dass selbst seine Schwei\u00dft\u00fccher die Kranken heilten, aber er musste ebenso erfahren, dass engste Mitarbeiter nicht geheilt wurden oder krank blieben. Timotheus gab er wegen seiner Krankheiten einen wohlmeinenden Rat: \u201eTrinke ab und zu ein wenig Wein, um des Magens willen und weil du oft krank bist.\u201c (1. Tim. 5,23) und Trophimus \u2013 einen anderen engen Mitarbeiter \u2013 musste er in Milet krank zur\u00fccklassen (2. Tim. 4,20).<\/div>\n<div>Und wie Paulus geht es wohl uns auch! Uns sind Grenzen gesetzt &#8211; und das hat auch seinen guten Sinn. Gott hat den Menschen nach seinem Bilde geschaffen. Er hat ihm etwas Grenzenloses, Schranken\u00fcberwindendes ins Herz gelegt. Doch nach dem S\u00fcndenfall zieht Gott einen Riegel, eine Grenze in den Lauf der Geschichte und in pers\u00f6nliche Schicksale mit ein.<\/div>\n<div>Diese Grenzen merken wir insbesondere in Krankheitsphasen. Ich erinnere mich, dass solche Phasen in jungen Jahren oft nur eine kurze Auszeit vom Alltag waren, die zwar unangenehm, aber eben eine Ausnahme war. Und danach ging es weiter wie gehabt. Anders ist es schon bei l\u00e4ngeren Krankheiten, Behinderungen oder wenn der Verfall des Alters sp\u00fcrbar einsetzt. Wir merken, dass die Grenzen sich dann verschieben \u2013 zu unseren Ungunsten. F\u00fcr viele ein schwer durchlebbarer Prozess. Die engeren Grenzen werden schmerzhaft sp\u00fcrbar. Die Leistungsf\u00e4higkeit l\u00e4sst nach, physisch wie psychisch. Wie gehen wir dann damit um?<\/div>\n<div>Wenn wir diesen Grenzen begegnen, wollen wir sie oft erst einmal nicht so richtig wahrhaben, verstehen sie auch manchmal nicht, verdoppeln wom\u00f6glich unsere Anstrengungen, werden eventuell aggressiv: gegen uns selbst wie auch gegen andere. Oder wir bringen sogar Gott deswegen noch auf unsere innere Anklagebank. Der Gedanke, die Grenzen willkommen zu hei\u00dfen und dahinter evtl. Gottes Wirken zu sehen, ist uns erst einmal fremd.<\/div>\n<div>Ich jedenfalls bin mit meinen engeren Grenzen oft genug am Hadern. Aber gerade das Loslassen seiner pathologischen Anstrengungen oder Akzeptieren der Begrenzungen bewirkt eine ges\u00fcndere Perspektive. Auch der Stolz auf den eigenen Verdienst versiegt dann fast wie von selbst, da dort nicht mehr so viel zu holen ist. Der Gedanke, die Hilfe von anderen in Anspruch zu nehmen oder sich helfen zu lassen kommt einem viel eher ins Bewusstsein und r\u00fcckt einen von der Selbstzentriertheit mehr in die Gemeinschaft hinein. Und ganz zwangsl\u00e4ufig w\u00e4chst ein neues Pfl\u00e4nzchen auf: Das Vertrauen oder der Glaube in Gottes M\u00f6glichkeiten und weniger mit eigener Anstrengung die Dinge zu erreichen. Dieses Sp\u00fcren und Erleben der eigenen Grenzen kann in weiterer Konsequenz bewirken, dass ich mich vermehrt Gott zuwende und IHM meine Anliegen in die H\u00e4nde gebe. Und f\u00fcr IHN spielt es keine Rolle, ob ich viel oder wenig bringe. Ich gebe IHM, was ich eben habe. Jesus war es bei der Speisung der 5000 in der Tat egal, ob der kleine Junge f\u00fcnf Brote und zwei Fische hatte oder nur einen Fisch und ein halbes Brot vorweisen konnte. IHM ist es nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen. Eine Aussage aus Psalm 147,12 geht mir in diesen Tagen immer wieder mal durch den Sinn und untermauert diesen Gedanken noch, wo Gott deutlich ausspricht, was ihm gef\u00e4llt und was nicht: \u201eEr hat keine Freude an der St\u00e4rke des Rosses und kein Gefallen an den Schenkeln des Mannes. Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn f\u00fcrchten, die auf seine G\u00fcte hoffen.\u201c (Ps. 147, 10+11)<\/div>\n<div>Hier wird es deutlich, dass Gott unserer inneren Gesinnung \u201eschneller, h\u00f6her, weiter\u201c, nach der wir uns unbewusst oft ausrichten, entgegensteht und dich und mich einen anderen Weg f\u00fchren will. Auf diesem Weg k\u00f6nnen wir lernen, mit unseren Grenzen umzugehen und unser Vertrauen jenseits dieser Grenzen auf IHN setzen. Und tats\u00e4chlich: Manchmal erleben wir, dass es passiert, es kommt etwas aus der unsichtbaren Realit\u00e4t in die sichtbare Welt: Wir erfahren dann, dass wir \u201emit Gott \u00fcber Mauern springen k\u00f6nnen\u201c, wie es in Psalm 18 geschrieben steht. Nicht wie und wann wir wollen, sondern wie und wann ER es will. Das klappt wohl nur, wenn wir vorher unsere eigenen Gedanken und Pl\u00e4ne losgelassen haben und unsere uns gesetzten Grenzen schmerzlich gesp\u00fcrt haben. Vorher sind wohl viele nicht in der Lage oder willens dies als ihren pers\u00f6nlichen Turmbau zu Babel oder ihr \u201eschneller, h\u00f6her, weiter\u201c wahrzunehmen und sich dann davon zu l\u00f6sen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Was denkst du, wie ist das bei Dir? An dich \u2013 als Empf\u00e4nger und Leser &#8211; m\u00f6chte ich an dieser Stelle &#8211; gleich einige Impulse dazu als Fragen mitgeben:<\/div>\n<ul>\n<li>Wie und wo erlebe ich meine pers\u00f6nlichen Grenzen? Wie gehe ich derzeit damit um?<\/li>\n<li>Inwieweit kann ich diese Grenzen von Gott her begreifen und auch annehmen?<\/li>\n<li>Was hat Gott mir dadurch zu sagen?<\/li>\n<li>Wie erfahre ich Gottes F\u00fcrsorge und N\u00e4he innerhalb meiner Grenzen?<\/li>\n<li>Inwieweit er\u00f6ffnen sich f\u00fcr mich durch Gottes Gnade erweiternde Grenz\u00fcberschreitungen?<\/li>\n<\/ul>\n<div>Dies k\u00f6nnt ihr f\u00fcr euch alleine in der Stille reflektieren oder sogar mal vorschlagen in eurer Kleingruppe oder Hauskreis dar\u00fcber auszutauschen.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab noch jemanden, der keine Grenze f\u00fcr sich wahrhaben wollte: Luzifer! 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