{"id":666,"date":"2018-03-18T09:50:44","date_gmt":"2018-03-18T09:50:44","guid":{"rendered":"http:\/\/jesus-inside.de\/?p=666"},"modified":"2018-04-25T04:47:27","modified_gmt":"2018-04-25T04:47:27","slug":"arbeit-ist-wie-schokolade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jesus-inside.de\/?p=666","title":{"rendered":"Arbeit ist wie Schokolade"},"content":{"rendered":"<p>Ich glaube, jeder von euch kennt das Gef\u00fchl, dass die momentane Arbeit einfach zu viel ist. Auf dem Schreibtisch t\u00fcrmt sich die unerledigte Arbeit, die virtuelle email Liste wird lang und l\u00e4nger, der verstopfte Abfluss in der Dusche schreit und der Anrufbeantworter f\u00fcllt sich mit Anfragen.<\/p>\n<p><!--more-->Das macht mich nerv\u00f6s. Das setzt den Bauch und den R\u00fccken unter Druck. Ich frage mich: Wie und wann soll ich das alles erledigen? Die ohnehin verspannte R\u00fcckenmuskulatur verh\u00e4rtet sich weiter und der Bauch krampft sich zusammen. Ich werde sauer auf die Situation, auf mich selbst und auch auf Gott, der mich doch gef\u00e4lligst mit einer st\u00e4rkeren Konstitution h\u00e4tte segnen k\u00f6nnen. Was ist meine normale Reaktion auf so etwas? (\u00c4hnlichkeiten mit eurer Reaktion sind nat\u00fcrlich rein zuf\u00e4llig):<\/p>\n<ol>\n<li>Ich rei\u00dfe mich\u00a0\u00a0zusammen und arbeite immer l\u00e4nger. Danach bin ich ersch\u00f6pft, kr\u00e4nker und reizbarer. Anschlie\u00dfend brauche ich mehrere Tage oder sogar Wochen, um mich davon zu erholen &#8230; (wenn das geht) oder<\/li>\n<li>Ich kapituliere, bekomme ein schlechtes Gewissen und obendrein schleicht sich ein resignatives Gef\u00fchl von Minderwertigkeit ein.<\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-650 alignright\" src=\"http:\/\/jesus-inside.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schokolade-mit-\u00a9-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"165\" \/>Als ich so vor Gott stand und mich beklagte, gab es eine neue Einsicht, einen neuen Gedanken, einen neuen Blick: &#8220;Ich, Gott der Herr, bin reich. Bei mir gibt es keinen Mangel. Ich habe Arbeit im \u00dcberfluss &#8230; und jetzt kam der entscheidende Impuls: &#8220;Such dir was aus!!&#8221;<\/p>\n<p>Moment mal?! Ich war irritiert. Arbeit ist doch dazu da, um erledigt zu werden, abgearbeitet zu werden, dann bin ich O.K. &#8230; vor mir und den anderen. Hey, k\u00f6nnte es sein, dass Du, Gott, das v\u00f6llig anders siehst? Langsam fing es an, bei mir zu d\u00e4mmern. Arbeit ist kein Selbstzweck, sie hat keinen Wert in sich. Der Mensch ist nicht f\u00fcr die Arbeit da, sondern die Arbeit f\u00fcr den Menschen. Arbeit ist wie Schokolade, bei zu viel bekomme ich Verdauungsst\u00f6rungen, bei zu wenig oder gar keiner Arbeit bin ich unzufrieden. Arbeit hat Gott wohl genug &#8230; in seinem Reich, keine Frage. Ich kann und soll mir sogar aussuchen, was und wie viel ich davon vertrage, wie viel ich davon verdaue. Als ich diesem Gedanken nachhing, kamen mir gleich Gegenargumente: Aber ich muss doch Geld verdienen, rumh\u00e4ngen geht nicht &#8230; und von irgendwoher muss der Schornstein doch rauchen usw. &#8230; \u00a0doch das Wort Gottes in mir lie\u00df das nicht lange gelten (Lest einfach 1. Petrus 5,7 und Matth. 6,33 u.a.). Und Gott, was ist mit denen, die nun wirklich keine Arbeit haben? Doch dann kam das Wort aus dem Johannesevangelium in meinen Sinn (Joh. 21, 21+22) &#8230; was quasi hier sagt: Sieh nicht auf andere, Folge du mir nach!<br \/>\nEs geht um eine andere Sicht von Arbeit. Sie ist nicht ein notwendiges \u00dcbel, damit ich anschlie\u00dfend das Leben genie\u00dfen kann. Sie ist kein Mittel, um meinen Selbstwert zu steigern, damit ich O.K. vor mir und anderen bin, um mich zu beweisen, was ich kann. Und sie ist nicht da, um mich mit anderen zu vergleichen. Sie ist nicht dazu da, um die anderen wesentlichen Punkte des Lebens zu ersetzen, wie Beziehung zu Gott und zu den Menschen. Sie ist mir gegeben, damit ich das Ma\u00df ausf\u00fclle, das Gott mir darin zugedacht hat. Nicht mehr und nicht weniger. Sie ist mir als Erstes zur Erf\u00fcllung und nicht zur Pflichterf\u00fcllung gegeben. Es geht um den Mut, das zu viel zu verweigern, innere Konflikte mit seinem Sozialprestige und \u00e4u\u00dfere Konflikte mit anderen auszuhalten. Es geht um die Unverzagtheit, bei Mangel nicht auf diesen zu schauen, sondern auch in diesem Zustand best\u00e4ndig auf Gott zu sehen, der mich durch den Mangel hindurchf\u00fchrt, auch wenn es sich hinzieht und sich erst mal gar nichts zu \u00e4ndern scheint.<\/p>\n<ul>\n<li>Hier einige Fragen zum Nach- und Weiterdenken:<br \/>\n\u00dcberlege, was du tun w\u00fcrdest, wenn du dich nicht darum k\u00fcmmern m\u00fcsstest, das n\u00f6tige Geld f\u00fcr deinen Lebensunterhalt zu verdienen und es dir jeden Monat geschenkt werden w\u00fcrde?<\/li>\n<li>Denke mal dar\u00fcber nach, warum Gott nicht alles selbst erledigt, sondern uns genug Arbeit \u00fcberl\u00e4sst, diese Welt sinnvoll zu gestalten?<\/li>\n<li>Welche Arbeit, die du gerade tust, macht f\u00fcr dich Sinn, welche nicht<\/li>\n<li>Hast du es schon einmal in Erw\u00e4gung gezogen, Gott mit in deine Arbeit bzw. Arbeitsweise einzubeziehen? Wie w\u00e4re es, dir doch mal etwas Zeit zu nehmen, IHM deine Fragen vorzutragen und auf eine Antwort von IHM zu warten bzw. darauf zu harren.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich glaube, jeder von euch kennt das Gef\u00fchl, dass die momentane Arbeit einfach zu viel ist. 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